Die technische Seite…

…von tolaris.de zeigt Komponenten mit ihren Funktionen, ihren Eigenschaften und ihren Vor- und Nachteilen.

Elektrischer Antrieb

Ein vorhandenes Fahrrad mit einem elektrischen Antrieb zum Pedelec nachrüsten – geht das?

Ja, fast immer.

Weder die höhere Masse des Rads durch den elektrischen Antrieb noch die erzielbare Geschwindigkeit oder die Leistung sprechen gegen eine Nachrüstung zum Pedelec. Dazu einige Details:

  • Wird ein Fahrer mit 70 kg und zusätzlich ein elektrischer Antrieb mit 7 kg (Motor und Akku)  angenommen, entspricht der Unterschied 10 %. Die meisten Fahrräder sind bis 100 kg oder sogar bis 120 kg zugelassen. Aus dem Blickwinkel der Sicherheit spielt die zusätzliche Masse des Antriebs keine Rolle.
  • Das Pedelec darf laut Gesetz die Motorunterstützung bis 25 km/h zur Verfügung stellen. Diese Geschwindigkeit erreicht ein Fahrer auf gerader Strecke auch ohne sportliche Ambitionen. Rennradfahrer erzielen Geschwindigkeiten auch jenseits der 50 km/h. Auch hier spielt aus dem Blickwinkel der Sicherheit der elektrische Antrieb keine Rolle.
  • Der Motor des Pedelecs darf eine Dauerleistung von 250 W abgeben. Ein Rennradfahrer erzielt eine Leistung bis zu 400 W. Aus der Dauerleistung folgt keine besondere Beanspruchung des Materials. Motoren können (und dürfen) jedoch kurzfristig Spitzenleistungfen bis zu 400 W abgeben. Wer sein Pedelec mit maximaler Motorunterstützung fährt, belastet das Material mehr. Bei Mittelmotoren führt das zu einem schnelleren Verschleiß der Kette. Vorderradnabenmotoren haben das Problem nicht.
  • Stahlrahmen bilden eine solide Grundlage für die Nachrüstung.
  • Fraglich ist eine Nachrüstung bei Fahrrädern, die einer starken Beanspruchung ausgesetzt waren.
VR Nabenmotor
VR Nabenmotor, hier mit Gepäckträgerakku.

Für die Nachrüstung stehen Nabenmotoren für das Vorder- oder Hinterrad  zur Verfügung.  Weil am Hinterrad in der Regel eine Schaltung verbaut ist, ist die Nachrüstung am Vorderrad einfacher. Dazu wird das vorhandene Vorderrad durch ein Vorderrad mit dem eingespeichten Motor ersetzt.

Tretlagermotoren – also Mittelmotoren – können ebenfalls nachgerüstet werden, die Eignung muss im Einzelfall geprüft werden.

Mittelmotor – hier mit Gepäckträgerakku.

Eine Nachrüstung ist eine Alternative zum Neukauf und kann auch von technisch versierten Laien durchgeführt werden. Je nach Fahrrad und Nachrüstsatz ist dafür Spezialwerkzeug erforderlich. Wer will und kann, schraubt zuhause. Wer will, aber nicht kann, schraubt in der Manufaktur – oder lässt schrauben.

CityZen Mixte
CityZen Diamant

tolaris.de rüstet auf Wunsch Ihr Fahrrad zu einem Elektrofahrrad (Pedelec – im allgemeinen Sprachgebrauch E-Bike oder E-Rad) um. Die gleichen Nachrüstsätze verbaut tolaris.de bei den Modellen der Reihe CityZen. Damit können Sie Ihr neues Fahrrad jetzt oder später mit einem elektrischen Antrieb ausrüsten oder ausrüsten lassen. Zur Wahl stehen beim CityZen ein Mittelmotor und ein Vorderradnabenmotor.

 

Ergonomie

Maßfahrrad
Maßfahrrad – das Fahrrad richtig einstellen.

Fahrradergonomie bedeutet, das Fahrrad hinsichtlich der Maße des Fahrers und seiner gewünschten Sitzhaltung an den Fahrer anzupassen, siehe dazu den detaillierten Artikel Maßfahrrad auf dem Dokumentationsserver etok.de.

Sattel

Der Sattel
Die Sattelperspektive: „Ich hab´s immer nur mit Ärschen zu tun!“

Wer sich mal wieder über seinen unbequemnen Sattel ärgert, möge sich an diese Sichtweise erinnern.

Damit der Ärger möglichst erst gar nicht entsteht, sollte sich der Fahrer einen passenden Sattel zulegen. Ausschlaggebend sind zwei Faktoren:

  1. die Sattelbreite
  2. der Sitzwinkel

Die richtige Sattelbreite richtet sich nicht nach dem Geschlecht, sondern nach dem Abstand der Sitzknochen. Die sind unterschiedlich von Mensch zu Mensch, nicht von Mann zu Frau. Der Abstand der Sitzknochen wird ermittelt, indem sich der Fahrer auf ein Stück Wellpappe setzt. Von den verbleibenden beiden Eindrücken den Abstand der Mittelposition ermitteln. Verbleiben mehr als 2 Eindrücke, haben Sie ein Problem. Beim Sportrad (Sitzwinkel 45°)  1 cm addieren, beim Tourenrad (Sitzwinkel 60°)  2 cm und beim Stadtrad (Sitzwinkel 75°)  3 cm. Ist die Sattelbreite nicht angegeben, hilft nur nachmessen.

Ob Leder oder nicht, ist nicht nur eine Geschmacks- und Stilfrage, sondern auch eine Frage der Leidensfähigkeit. Die (bei Brooks) in Hunderten von Kilometern Einfahrzeit angegeben wird. Danach haben die Sitzknochen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der Sattel wird nicht mehr als Zumutung empfunden. Tausende Kilometer später wird die Satteldecke weich und der Sattel ist tatsächlich bequem. Letzteres gilt nur bei Sätteln mit einer Spannvorrichtung der frei hängenden Lederdecke, also nicht für Rennradsättel. Artgenossen mit begrenzter Leidensfähigkeit sowie Vegetarier wählen Modelle ohne Leder. Ledersättel überleben mit ein wenig Pflege den Arsch, der auf ihm sitzt.

Gelsättel sind weicher und halten ca. 3-5 Jahre. Sättel mit Federgestell bringen beim Touren- und Stadtrad einen deutlichen Zuwachs beim Fahrkomfort, allerdings auch beim Gewicht. Die Federung beim Lepper Primus und beim Brooks B 190 ersetzt jede gefederte Sattelstütze und wiegt mehr als 2 kg.

Rennradsättel müssen leicht und lang sein.

Die Praxis zeigt: Jeder empfindet anders. Der Sattel muss in einer längeren Fahrt getestet werden.